DSL-Ausbaumaßnahme fertiggestellt

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

ich freue mich Ihnen mitteilen zu können, dass der Ausbau des örtlichen Telefon- und Breitbandnetzes, welchen die Deutsche Telekom heuer umsetzte, dieser Tage erfolgreich beendet den konnte.

Der Netzbetreiber hat dadurch flächendeckend VDSL-Technik installiert. Hierzu war es notwendig, alle örtlichen Kabelverzweiger, an welchen sich die Hausanschlüsse eines Gebietes bündeln, mit einer Glasfasersignalzuführung auszustatten. Somit stehen ab sofort für die Dormitzer Haushalte über das Festnetz weithin Übertragungsraten von 30 bis 50 Megabit pro Sekunde (für den Download / das Herunterladen) zur Verfügung.

Damit geht der langjährige Wunsch des Ortes nach einer zukunftsfähigen DSL-Versorgung in Erfüllung. Rückblickend hat sich auch das Abwarten früherer Jahre gelohnt, als mit der Breitbandrichtlinie 2009 lediglich die flächendeckende Verwirklichung von 1 Megabit pro Sekunde als Zielgröße gefördert wurde. Erst fünf Jahre später war es möglich, durch eine neue staatliche Förderrichtlinie einen sinnvollen Ausbau mit dem nun vorliegenden 30 bis 50 Megabit zu verwirklichen.
Wie schnell nun die höchstmögliche Datenrate eines jeden Festnetzkunden ausfallen wird, hängt individuell von der Qualität seines persönlichen Hausanschlusses ab, welcher die Kabelstrecke zwischen dem heimischen Router/Modem und jenem anderen Drahtende am DSLAM bedeutet. Hier spielen Kabellänge, Ausführung und Qualität eine Rolle. Erst ein tatsächlicher Anschluss kann zeigen, wie gut die Signalqualität der so genannten "letzten Meile" ausfällt und wie schnell ein fehlerfreies Internet für den Einzelnen zu betreiben ist.

Ich möchte in diesem Zusammenhang nochmals daran erinnern, dass mit der Verwirklichung des sogenannten VDSL2-Vectorings auch eine Verdopplung der hier genannten Datenraten möglich ist. Dieses Verfahren ist technisch bereits einsetzbar und wird auch in jenen Gemeinden angewandt, wo ein eigenwirtschaftliche Ausbau durch den Netzbetreiber ohne staatliche Bezuschussung stattfand. In Gemeinden wie Dormitz steht derzeit noch Wettbewerbsrecht im Wege, was wir bereits zu Jahresbeginn dargestellt hatten. Ich bin aber zuversichtlich, dass auch diese Möglichkeit bald freigegeben wird und Dormitz dann mit 60 bis 100 Megabit pro Sekunde versorgt werden wird.

Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass ein kleiner Bereich des Ortes im näheren Umkreis der Rosenbacher Straße zunächst lediglich 25 Megabit pro Sekunde erhalten wird, was jedoch ebenso noch eine vernünftige Grundversorgung und einen wesentlichen Fortschritt darstellt. Auch für dieses Gebiet ist zu hoffen, dass mit der Freigabe des VDSL2-Vectorings daraus 50 Megabit pro Sekunde werden.

Auch dieses erneuerte Ortsnetz steht nun theoretisch allen möglichen Dienstleistern (Providern) zur Verfügung. Ob der jeweilige Konkurrent der Deutschen Telekom in Dormitz seine Dienste anbieten möchte, liegt in seinem eigenen unternehmerischen Ermessen. Es wäre daher im Einzelfall abzufragen, ob ein Vertragsschluss für Dormitz möglich ist. Die Deutsche Telekom weist auch darauf hin, dass die bisherigen Kunden nicht automatisch eine schnellere Versorgung erhalten, sondern dass vielmehr ein neuer Vertrag hierüber abzuschließen sei. Wie uns Bürger mitteilen, waren zu diesem Zweck bereits Vertriebsbeauftragte von Haus zu Haus unterwegs. Da dieser Vorgang eine rein privatrechtliche Angelegenheit zwischen Bürgern und Dienstleistern darstellt, sind wir hierin als Gemeinde nicht einbezogen. Es bleibt zu raten, mögliche Angebote in Ruhe miteinander zu vergleichen, um die beste Lösung für die individuellen Bedürfnisse zu finden. Wie die Deutsche Telekom mitteilt, ist durch die flächendeckende Verfügbarkeit von VDSL neben Telefonie und Internet nun auch Fernsehen über diese Datenleitung möglich. Näheres entnehmen Sie bitte ihrer nachfolgenden Pressemitteilung.

Ich darf abschließend nochmals zusammenfassend feststellen, dass mit dem gegenständlichen VDSL-Ausbau für unseren Ort eine sinnvolle, weithin versorgungssichere und zukunftsfähige Telekommunikationsversorgung zur Verfügung steht. Sicherlich bleibt die Entwicklung in diesem Bereich der Technik nicht stehen und wird auch zukünftig weitere Verbesserungen mit sich bringen. Wohin sich die elektronische Kommunikation entwickeln wird, lässt sich nur über kurze Zeiträume prognostizieren. Eine Rolle werden auch die künftigen Bedürfnisse und Technologien kabelloser Endgeräte spielen, welche wiederum entsprechende Funknetze benötigen. Alles in allem erleben wir hier einen sehr dynamischen Prozess, dessen Konsolidierungen es mitunter auch abzuwarten gilt.

Holger Bezold
1. Bürgermeister