Fränkische Bierkrimis von Tommie Goerz

Tommie Goerz gilt als Shooting Star unter den fränkischen Krimiautoren. Sein erstes Buch „Schafkopf“ (2010) eroberte sofort die fränkischen Leserherzen und liegt inzwischen schon in der sechsten Auflage vor. Seither erschienen mit „Dunkles“, „Leergut“, beide bereits in der 4. Auflage, sowie mit „Auszeit“ und „Einkehr“ und „Schlachttag“ (Januar 2016) weitere Geschichten rund um den urfränkischen, schrulligen Nürnberger Kommissar Friedo Behüt­uns. Dieser Kommissar ist ein Typ, der Bierkeller liebt und das Bier, die fränkische Lebensart, alte Wirtshäuser, und der den Franken aufs Maul und in die Seele schaut. Nicht umsonst werden Goerz‘ Bücher auch „Bierkrimis“ genannt – eine Charakterisierung, die auch auf „Der Tod kommt schnell“, Goerz’ neuesten Kurzkrimiband (2015) zutrifft.

In seinen Lesungen stellt er weniger die Krimihandlungen in den Vordergrund, als vielmehr humorvoll die Eigenheiten der Franken. „Mitreißende Passagen, die an Herz, Nieren und Verstand gehen, die davon zeugen, dass sich da einer die richtigen Gedanken über Sinn und Unsinn des Lebens gemacht hat, und die Eckhart Henscheid weitaus näher sind als jedem Autor aus dem Crime-Genre“, schrieben die Berliner „11freunde“ über „Schafkopf“.

Gewürzt wird das Ganze durch authentische Geschichten und Erlebnisse aus dem Land der Franken.

Goerz, eigentlich Dr. Marius Kliesch, studierte Soziologie, Philosophie und Politische Wissenschaften, war 20 Jahre Kreativer bei einem der größten Agenturnetzwerke der Welt und anschließend Dozent für Text und Konzeption an der Ohm-Universität Nürnberg und an der Faber Castell Akademie in Stein, außerdem ehrenamtlicher Hüttenwirt im Tessin. Heute unterstützt er die hl-studios in Tennenlohe. Er gewann zahlreiche Kreativpreise, unter anderem einen Bronzenen Löwen in Cannes.