Neujahrsempfang in Dormitz

Mit einer kleinen Aufmerksamkeit bedankte sich Bürgermeister Holger Bezold für die gelungenen Einlagen des Dormitzer Nachwuchses.

Den Neujahrsempfang der Gemeinde Dormitz eröffnete Bürgermeister Holger Bezold mit einem Zitat von Lisa Freienbach: „Wertschätzung ist ein Wert, welchen wir mehr schätzen sollten“. Unser jährlicher Neujahrsempfang ist eine Wertschätzung für das Engagement in unserer Gemeinde. Ohne die vielen Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, wäre unsere Gemeinde um vieles ärmer, sagte Bezold.  Was diese Menschen leisten, ist ein Beitrag für unser gesellschaftliches Zusammenleben und wird über die Gemeindegrenze hinaus wahrgenommen.

Der Neujahrsempfang stand ganz unter dem Zeichen des Wandels der Zeit. Kommunikationswege ändern sich, Handys bestimmen die Erreichbarkeit, Freizeit und letztendlich das Leben bis in die Familie hinein, erklärte der Bürgermeister. Der Wandel vollzieht sich auch bei Politikern und Mandatsträgern. Beim Thema Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz ab dem ersten und dritten Lebensjahr wird dies besonders deutlich. Viele Eltern sind aus beruflichen Gründen darauf angewiesen. Deshalb ist der Neubau einer Kita in Dormitz dringend erforderlich, fuhr er fort. Das dies bei den Anliegern nicht immer auf Begeisterung stößt, verstehe ich, dennoch bin ich verpflichtet, die demokratische Entscheidung des Gemeinderates zu vollziehen. An diesem Beispiel sieht man, so Bezold, die Interessenlage ist unterschiedlich. Die Gemeinde ist verpflichtet, allen gerecht zu werden, wir hoffen, dass uns das zusammen in friedlicher Weise gelingt. Weitere Aufgaben beschäftigen die Gemeinde dieses und nächstes Jahr weiter. So die Sanierung der Brücken kommunal als auch staatlich. Die Sanierung der Trinkwasserleitungen und Abwasseranlagen müssen weitergeführt werden. Das Hochwasserschutzkonzept wird ohne Grunderwerb circa 12 Millionen Euro kosten. Die barrierefreie Bushaltestelle wie die Realisierung der Ortsumgehung stehen auf der Wunschliste des Gremiums. Ein wichtiges Anliegen ist der Bau der Fußwegverbindung vom Gründeläcker nach Klein-Dormitz. Die Schaffung von Bauland für junge Familien sowie der Bau von bezahlbarem Wohnraum. Es liegt einiges an Arbeit vor uns, so Bezold, bei manchen Pflichtaufgaben müssen wir ran, da haben wir keine Wahl und bei den freiwilligen Leistungen entscheiden wir selbst, wann wir diese umsetzen und ob wir finanziell dazu in der Lage sind. Wir brauchen Pläne, Träume, Wünsche und Visionen für die Zukunft, sagte er, denn „Stillstand bedeutet Rückschritt“. Wenn wir das Jahr 2018 zusammenfassen, hat eigentlich alles gut gepasst. Gestalten wir unser Dormitz gemeinsam, es geht, wenn wir zusammen halten, miteinander und nicht nebeneinander Leben und füreinander da sind. Das gilt auch für die Frage, ob ein Bürgermeister im Ehrenamt noch zeitgemäß ist. Viele Bürgermeister denken darüber in gleicher Weise nach wie in Dormitz, denn sie empfinden die Beanspruchung, den Leistungsdruck und den Zeitaufwand im Amt ebenso intensiv, berichteet Bürgermeister Bezold. Bei allen unterschiedlichen Meinungen ist eine sachliche Diskussion gefordert und persönliche Anfeindungen und Schuldzuweisungen sind nicht erwünscht. Besonders beschämend sind anonyme Kommentare und Meinungen in Netzwerken und Foren. Den Umfang und die Verantwortung eines solchen Amtes können nicht viele beurteilen. Jene, die es wissen, haben dazu unterschiedliche Ansichten und dies ist in einer Demokratie völlig normal. „Persönlich ist das Mandat als Bürgermeister für mich eine große Ehre und Verpflichtung gegenüber den Bürgern in der Gemeinde“, so Bezold. Dank des Vertrauens vieler Bürger, freue ich mich zusammen mit dem Gemeinderat an der Gestaltung der Zukunft unserer Gemeinde mitarbeiten zu können.

Für das Rahmenprogramm sorgte das Einrad-Paar Veronika Müllemann und Maja Bröker, die das Publikum mit auf eine Reise durch Europa nahmen. Bevor es zum gemütlichen Teil überging, stimmte Sophia Mölkner die Gäste mit einer Showeinlage auf die bevorstehende Faschingszeit ein.

Karl Heinz Wirth