Gemeinsames Konzept gegen Wohnungsnot - Gründung der GEWOLand-GmbH

(v. l.) BGM Holger Bezold, Frederic Ruth, Heinrich Süss, Gernot Küchler (GEWO Bau), Johannes Schalwig, Ludwig Wahl, Horst Rehder, Florian Janik, Karsten Fischkal und Norbert Stumpf bei der Gründung der GEWOLand-GmbH

Bezahlbarer Wohnraum für breite Bevölkerungsgruppen ist auch im näheren Umland nicht ausreichend vorhanden. Mit der Zielsetzung der anhaltenden Wohnungsknappheit zu entgegnen, gründeten mehrere Umlandgemeinden und die GEWOBAU Erlangen nun die GEWOLand GmbH. Dabei handelt es sich um ein mit den Gebietskörperschaften und dem Verband bayerischer Wohnungsunternehmen e.V. (VdW Bayern) abgestimmtes Konzept zur Reduzierung der Wohnungsnot in der Region.

Zusammen mit den acht Umlandgemeinden Röttenbach, Bubenreuth, Dormitz, Markt Heroldsberg, Adelsdorf, Uttenreuth, Heßdorf und Markt Weisendorf gründet die GEWOBAU Erlangen die gemeinsame Wohnungsbaugesellschaft GEWOLand GmbH. Dadurch soll auch in den Landkreisen bezahlbarer Wohnraum für breite Gruppen der Bevölkerung entstehen. „Die benachbarten Gemeinden wollen gemeinsam Hand in Hand arbeiten, um dem stetig wachsenden Problem der Wohnungsnot entgegen zu treten“, so die gemeinsame Zielsetzung. Deshalb sollen preisgünstige, teilweise geförderte Wohnungen, zum Beispiel für Familien und Senioren, gebaut werden. Barrierefreiheit, Niedrigenergiebauweise, attraktive Wohnumfeldgestaltung, nachhaltiges und ökologisch hochwertiges Bauen sollen nach den Vorstellungen der Gemeinden verwirklicht werden.

Weitere Gemeinden können sich entsprechend beteiligen und damit schnell und kostengünstig Wohnbauprojekte auf den Weg bringen. Aber auch ohne konkretes Bauvorhaben ist der Beitritt zur GEWOLand GmbH möglich. Pro Geschäftsanteil sind 5.000 Euro zu erbringen. Je Baumaßnahme sind außerdem 25 %Prozent Eigenkapitaleinlage einzubringen, die in der Regel überwiegend durch die Einbringung eines baureifen Grundstücks geleistet wird. Die Gemeinden haben in ihrer eigenen GEWOLand volle Verfügungsmacht und Einflussmöglichkeit bei Baumaßnahmen in ihrer Gemeinde. Sie bestimmen das Baurecht bis hin zur Planung der Wohnungsanzahl und Wohnungsgrundrisse. Sie entscheiden, ob und in welchem Umfang sozialer Wohnungsbau errichtet wird und welche Architekten und Baufachleute tätig werden. Die Gemeinden haben zudem das Belegungsrecht für die Wohnungen und bestimmen so die Mieterzusammensetzung. In den letzten Monaten hat der GEWOBAU-Geschäftsführer Gernot Küchler interessierten Gemeinden in den Gemeinderatssitzungen das Projekt im Detail erläutert. „Ich freue mich auf die zukünftige Zusammenarbeit“, betont Gernot Küchler. „Wichtig ist, dass die Gemeinden ihre Einflussmöglichkeit behalten. Und genau deshalb wird die GEWOLand gegründet – damit sich die Gemeinden als Teil des Ganzen einbringen, zwar selbstbestimmt und alleinverantwortlich handeln und doch auch von den Erfahrungen der GEWOBAU und der anderen profitieren, wenn es um das Errichten von neuem, bezahlbaren Wohnraum geht“, erläutert Erlangens Oberbürgermeister Dr. Florian Janik, der künftig dem Aufsichtsrat der Gesellschaft angehören wird.

Die GEWOBAU Erlangen wird grundsätzlich als Generalübernehmer bzw. Generalunternehmer für die GEWOLand tätig werden. Damit möchte die GEWOBAU die neue Gesellschaft als erfahrener Partner im bezahlbaren Wohnungsbau betreuen und dadurch zur Entspannung des Wohnungsmarktes beitragen. Geschäftsführer Gernot Küchler ist überzeugt von dem Konzept: „Ich schätze den Kontakt zu unseren Nachbarn sehr und freue mich darauf, diese wichtigen Projekte gemeinsam auf den Weg zu bringen.“